Und das sogar, wenn sich die Geräte im ungenutzten Leerlauf befinden, wie nun eine neue Studie der Carnegie Mellon University nachweisen konnte.
'Wir konnten zeigen, dass die effektivste Energieeinsparung ein standardmäßiger Einbau einer Auto-Power-Down-Funktion wäre. Das würde den Stromverbrauch von Spielkonsolen um 75 Prozent reduzieren', so die Conclusio der Studienautoren. Dies entspräche beim US-Stromverbrauch des Jahres 2010 einer Reduzierung von zehn Terrawattstunden. 'Damit würden Verbraucher über eine Mrd. Dollar jährlich sparen', so die Schätzung.
Laut der Studie wurden 2010 knapp 70 Prozent der Energie, die bei der Benutzung von Spielkonsolen benötigt wird, im ungenutzten Leerlauf verbraucht. Insgesamt kann man rund ein Prozent des US-Energieverbrauchs in Wohngebäuden auf Videospielkonsolen zurückführen. In nur drei Jahren ist der Energieverbrauch von Spielcomputern um fast 50 Prozent angestiegen.
Die Hersteller haben bereits erste Schritte unternommen, um den Stromverbrauch in Grenzen zu halten. So verfügt die Xbox 360 nun über eine Auto-Power-Down-Funktion, wenn der Leerlauf über eine Stunde dauert. Auch die PlayStation 3 bietet eine Power-Management-Feature. Standardmäßig ist diese allerdings nicht installiert, der Anwender muss selbst aktiv werden.
Die Spielkonsole ist allerdings nicht der größte Stromfresser im Haushalt. 'Am meisten Energie verbraucht der Kühlschrank', sagt Christoph Mordziol, Experte vom Umweltbundesamt, im Interview mit pressetext. Viele der Erkenntnisse der Studie gelten auch für andere Elektrogeräte. 'Aufgrund von EU-Verordnungen müssen eine Reihe von Geräten selbsttätig in Zustände geringerer Leistungsaufnahme schalten, beispielsweise einfache Satellitendekodierer', erklärt der Experte. Für manche alte Gerätschaften lohne sich hinsichtlich der Energieeffizienz eine Neuanschaffung.