Twitter, Facebook, Xing, Communities und neuerdings auch Google mit seinem Buzz: All diese Werkzeuge sind nicht nur Spielwiese für meist junge Onliner und ihren Freundeskreis, sondern auch Ziel professioneller Nutzer mit Marketing im Hintergedanken. Letztere erwarten sich aus den Beziehungen im virtuellen Raum lukrative Geschäfte und werden doch oft enttäuscht, wenn sie planlos durch das Social Web laufen.
Ein Buch von Kenner Wolfgang Hünnekens soll genau da Abhilfe schaffen. Wir haben uns 'Die Ich-Sender' genauer angesehen und getestet, ob sich das Buch für den genannten Leserkreis auch tatsächlich eignet.
Das BusinessVillage-Werk startet nach einem Selbsttest mit einem anschaulichen Beispiel. Aus der Praxis stammt dann auch eine ganze Beispielsammlung, die so nebenbei auch gleich die Web 2.0-Möglichkeiten zwischen Foren, Blogs und Wikis erklärt.
Blogger-Relations als neue PR
Mit dem Wissen über die verschiedenen Mechanismen wird dann das virale Marketing, Empfehlungsmarketing und generell die 'Blogger-Relations' und deren Wichtigkeit gezeigt. Auch hier wieder anschauliche Beispiele, die eine etwaige neue Materie greifbar machen.
Den Abschluss bildet ein Kapitel über Werkzeuge zur Erfolgskontrolle. Auch die Linksammlung am Ende bringt viele Tipps, die selbst erfahrenere Web 2.0-User noch weiter bringen werden.
Die rund 150 Seiten bis dort hin sind schnell verschlungen. Der Inhalt ist gut portioniert und leicht lesbar. Teile, die wenig Relevanz für einzelne Leser haben, kann man gut überspringen, die Fazits und Zwischenbemerkungen sind griffig.
Damit eignet sich 'Die Ich-Sender' sowohl für gestresste Manager, die nach neuen Wegen zur Kommunikation suchen, als auch für die Verantwortlichen einer kommenden Web 2.0-Strategie im Unternehmen, die tiefer gehen wollen. Auch für ausreichend Argumentationshilfe für Diskussionen innerhalb des Unternehmens ist gesorgt. Wir können das Buch daher bedenkenlos empfehlen!