Derjenige, der für die Verbreitung des gefährlichen Virus-Trojaners Conficker verantwortlich zeichnet, sollte sich in Deckung begeben. Microsoft macht eine stattliche Summe verfügbar, die der erhält, der den Programmierer und Verbreiter ausforscht.
10 Mio. Computer sollen von dem Schadcode befallen sein, selbst das Patchen der Windows-Maschinen reichte nicht aus, um den Virus zu stoppen. Die User machen zu selten ein Update, das die Sicherheit bringen würde.
Conficker ist noch nicht aktiv
Derzeit geht man von conficker.a aus, der weite Verbreitung aber keine Befehle bekommen hat. Er verbreitet sich rasant, ohne etwas zu tun. Bis auf Nebenwirkungen ist das bisher der ganze Schaden.
Das Problem bei Conficker ist jedoch die zu erwartende zweite Welle an Aktivität. Die tägliche Nachfrage bei Kontrollservern, ob es neue Befehle gibt, deutet darauf hin, dass der Verbreiter nur auf den Start wartet. Ist die Reichweite groß genug (und jetzt übertrifft sie schon alles, was jemals in diesem Bereich gesichtet wurde!), kann er losschlagen.
Das stellt die Welt im Internet vor Herausforderungen. Sollten 10 Mio. Zombies plötzlich Spam verschicken oder DDOS-Angriffe starten - beides sind übliche Szenarien für solche Netzwerke - dann würden die Systeme weltweit zusammenbrechen. Für eine solche massive Last wurde das Internet nicht entwickelt. Cyberwar/Terrorismus und Spam/Betrügereien könnten dann zur ernsthaften Bedrohung der Welt werden. Kein Wunder also, dass Microsoft nach fehlgeschlagenen eigenen Ermittlungen nun auf hohe Kopfgelder setzt.